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Erfahrungen mit dem Fadenlifting – was bringt das Lifting ohne OP?

Klingt schmerzhaft, ist aber eine relativ sanfte Möglichkeit der Schwerkraft entgegen zu wirken: Ein Fadenlifting wird besonders effektiv, wenn es mit anderen Treatments kombiniert wird. Teil II des Interviews mit Dr. Susanne Steinkraus und mehr zu den Erfahrungen mit dem Fadenlifting.

Eingesetzt werden medizinische Fäden aus Polymilchsäure, die mit winzigen Widerhaken ausgestattet sind. Die kleinen Haken verankern sich nach dem Eingriff sofort mit dem Unterhautfettgewebe und stützen so die erschlaffte Haut. Fäden und Widerhaken lösen sich komplett auf und werden über die Lymphe abtransportiert. Die Erfahrungen mit dem Fadenlifting haben außerdem gezeigt, dass sich die Effekte mit einem Behandlung-Mix optimieren lassen.

Womit kombinieren Sie die Behandlung, um den Effekt noch zu verbessern?

„Je nachdem, wie weit der individuelle Alterungsprozess der Haut fortgeschritten ist, entscheide ich bei jedem Patienten, mit welchen Methoden ich in welcher Kombination den optimalen Effekt erreichen kann. Hierzu gehören neben Botox, Hyaluronsäuren mit unterschiedlichem Vernetzungsgrad und Vampirlifting eben auch Fäden.“

Welche Rolle spielt das Alter?

„Nicht immer entspricht das Hautalter dem tatsächlichen Alter. Je nach genetischen Voraussetzungen, Umwelteinflüssen und Lifestyle kann die Haut jünger wirken oder mitunter teilweise massiv vorgealtert sein. Der ideale Patient hat realistische Ziele. Für jüngere Patienten kann das beispielsweise eine Konturierung sein. Wo das Erschlaffen erst ganz leicht anfängt, da kann ich – statt mit Hyaluronsäure zu arbeiten und dabei unter Umständen ungewünschtes Volumen aufzubauen – mit Fäden ein stützendes Gerüst aus Mikrovernarbung und Kollagenfaser-Strängen erzeugen.“

Was ist ein Fadenlifting? Anwenderinnen berichten von ihren Erfahrungen mit dem Fadenlifting.

Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Fadenlifting?

„Wangen sind ideal für ein Fadenlifting. Entlang individuell festzulegender Linien kann ich theoretisch in jede Richtung Zug aufbauen. Dabei kombiniere ich bei Bedarf Techniken und Materialien. Fäden und Hyaluronsäure ergänzen sich da optimal: Bei altersbedingten Volumenverlusten, die ab circa 50 Jahren sichtbar werden, baue ich mit Unterspritzungen gern erst die Fülle wieder auf und mache dann eine Faden-Behandlung. Wiederholungen verstärken den Effekt, indem sie aufeinander aufbauen.“

Wie läuft so eine Behandlung ab?

„Statt eines Riesen-Treatments plane ich mit dem Patienten aufeinander folgende Schritte: Wie bei einem Baukasten setze ich die geeigneten Komponenten aufeinander abgestimmt ein, um die gewünschte Optimierung schnell und komplikationslos zu erreichen. Zuerst und zur Optimierung der Hautqualität nutze ich zum Beispiel das Skin Booster mit Hyaluronsäure. Diese Gewebe-Verbesserung vermeidet einen Raffungseffekt, wenn die Haut schon sehr dünn und stärker faltig ist. Auch Botox, etwa auf der Stirn und um die Augen, kann eine nützliche Vorbehandlung überall dort sein, wo viel Bewegung im Gesicht ist. Entwickelt sich alles gut, kommt als Ergänzung der Faden dazu.“

Erfahrungen mit dem Fadenlifting. Lifting ohne OP? Das Fadenlifting könnte genau das richtige für Sie sein.

Ist das Fadenlifting eine Lunchtime-Behandlung?

„Das ist ebenfalls Einzelfall-abhängig. Hat jemand eine Neigung zu blauen Flecken, sind diese nie auszuschließen. Das kann selbst bei den feinsten PDO-Fäden passieren. Schwellungen und Hämatome sind bei größeren Behandlungsarealen mit den dickeren Polymilchsäure-Fäden und aufwendigeren Techniken häufiger: In solchen Fällen rate ich immer zu ein paar Tagen Ruhe und der prophylaktischen Einnahme eines Antibiotikums, um Wundinfektionen vorzubeugen.“

Text: Alke von Kruszynski

 

 

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