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Culture and Relax: Kulturregion Vorarlberg

Natur, Kunst, Kultur: die Region Vorarlberg hat einiges zu bieten. In einer der schönsten Regionen Österreichs kann man nicht nur wunderbar entspannen – sogar das Busfahren wird zum Erlebnis.

Spätestens seit James Bond kennt sie jeder: die Bregenzer Festspiele. 2008 fanden dort, vor der spektakulären Kulisse des Bodensees samt Tosca-Bühnenbild, die Dreharbeiten zu “Ein Quantum Trost” mit Daniel Craig statt. Ganze siebeneinhalb Minuten ist das Setting zu sehen – perfekte internationale Werbung für die Festspiele, die 1946 zum ersten Mal aufgeführt worden sind.

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Ob Carmen, die Zauberflöte, Nabucco, Porgy and Bess oder Turandot, selten wirken musikalische Darbietungen so beeindruckend wie vor der Bregenzer Bühne, die sich geradezu poetisch, in jedem Fall aber einzigartig aus dem Bodensee erhebt. Die Oper Carmen von George Bizet wird hier im nächsten Sommer wieder aufgeführt.

Wenngleich die Festspiele sicherlich das kulturelle Highlight sind, sind diese bei weitem nicht alles, was die Region zu bieten hat: selten kann man Kultur und Erholung so gut kombinieren wie hier. So ist der Bregenzerwald ein ideales Erholungsgebiet für all jene, die gerne in der Natur Sport treiben. Wandern, Skifahren, Langlaufen, Klettern, Golfen, Fahrradfahren und Mountainbiken, all das ist hier in Vorarlberg möglich. Dabei ist der Bregenzerwald vor allem eines: unberührt. Urtypisch. Mit kleinen Dörfern, guter Luft und vielen Kühen. Skifahren im Winter inklusive.

Als Kulturregion hat Bregenz eine lange Tradition

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Schon der Dichter Eduard Mörike war hier zu Gast und er wäre heute neben all der Kunst in bester Gesellschaft: Es gibt viele Museen, allen voran das Kunsthaus Bregenz, das spektakuläre Ausstellungen zeigt. Uum 20-jährigen Jubiläum zum Beispiel die des Bildhauers Adrián Villar Rojas zeigte: “The Theater of Disappearance”. Darin thematisierte der 35-jährige Argentinier nichts Geringeres als die Facetten der Menschlichkeit selbst. Gezeigt wurde eine Passage durch die Geschichte der menschlichen Kultur von ihrer Entstehung bis zu ihrer fragwürdigen Erhebung zum gottgleichen Wesen. Für das Kunsthaus war die Ausstellung eine der aufwendigsten überhaupt. Im Anschluss hat gab es die Ausstellung von Peter Zumthor, der Schweizer Architekt hat das Kunsthaus selbst entworfen hat. „Denken ist eine Linie, Emotionen sind Raum. Ich liebe das Denken in Bildern“, sagt er und will „Räume schaffen können, die berühren“. Aktuell zu sehen ist eine Ausstellung des in London geborenen Künstlers Simon Fujiwara. Er greift ein delikates Thema auf: die Geschichte des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Das Gebäude, größtenteils eine Rekonstruktion, in der nur wenige Überreste originaler Artefakte aus dem Familienbesitz enthalten sind, ist ein Besuchermagnet. Fujiwara reagiert auf die Rekonstruktion der Räume, indem er das Haus im Kunsthaus Bregenz 1:1 nachbildet. Die Ausstellung ist bis zum 8. April 2018 zu sehen.

Überhaupt, die Räume. Architektur hat in Vorarlberg einen so hohen Stellenwert, dass sogar Bushäuschen besonders gestaltet werden. In der Gemeinde Krumbach werden die Haltestellen zum Hingucker: sieben internationale Architekten, unter anderem aus Japan, Chile und Russland, sind in das österreichische 1000-Einwohner-Dorf gereist und haben dafür gesorgt, dass das Busfahren, das für die Krumbacher von zentraler Bedeutung ist, zum ästhetischen Erlebnis wird. „Wir wollten einfach mehr aus unseren Buswartehülsen machen“, erklärt der Krumbacher Bürgermeister Arnold Hirschbühl. Das ist gelungen: Es gibt unter anderem ein nordisch-schlichtes zweistöckiges Bushäuschen; ein Bushäuschen aus weißen Stangen mit einer Wendeltreppe; ein Bushäuschen, das aus einer spitzwinkligen Metallkonstruktion besteht und von den winterlichen schneebedeckten Bergen inspiriert ist; ein Bushäuschen aus aufeinander geschichteten Holzscheiten; ein Bushäuschen, das ein Glaspavillon ist. Es lohnt sich also, auf den Mietwagen oder das Taxi zu verzichten.

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Zeit zum Relaxen

Wer nach so viel Kultur Zeit zum Entspannen wünscht, ist im Hotel Post Bezau bestens aufgehoben. Im Spa von Susanne Kaufmann kann man sich verwöhnen lassen – dort wird ganz auf die Kraft der einheimischen Pflanzen und individuelle Treatments gesetzt. Zum Einsatz kommt die hauseigene Naturkosmetiklinie. Von Gesichts-, Körper- und Basentreatments bis hin zu Treatments für Schwangere, Männer und Kinder ist alles möglich. Fokus liegt stets auf der Verbindung von Gesundheit und Schönheit. Und weil im Kulturland Bregenz auch fremde Kulturen willkommen sind, bietet das Spa auch Behandlungen in der Tradition Chinesischer Medizin an. Hierbei wird der Körper von Ballast befreit und neue Energie kann fließen – perfekt also, um mit neuer Kraft in den Alltag zu starten.

Architekturvielfalt trifft auf Heublumenbad

Im Sonne Lifestyle Resort trifft moderne Architektur auf die traditionelle „Wälder“-Bauweise. Der urige Gasthof wurde durch einen lichtdurchfluteten modernen Zubau erweitert, was dem Resort einen modernen Touch verleiht. Der großzügige Spa-Bereich verwöhnt mit verschiedenen Saunen, Whirlpool, In- und Outdoor-Pool, Ruhezonen und Erlebnisdusche. Bei einer fernöstlichen Ayurveda-Massage oder bei einer regional inspirierten Behandlung wie dem Heublumenbad kann hier ausgiebig entspannt werden.

Text: Dr. Daniela Otto

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