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Verschwitzen Sie den Frühling nicht

Der Frühling ist da – und das mit geradezu sommerlichen Temperaturen. Was die einen freut ist jedoch der anderen Leid: Denn Schwitzen kann zu einem echten Problem werden. Warum die Wahl des richtigen Deos über die Gesundheit entscheiden kann und was die Lösung für Härtefälle ist.

So unterschiedlich die Menschen auch sind, so weit die Meinungen auch auseinandergehen mögen, es gibt ein paar wenige Punkte, in denen sich alle einig sind. Dazu gehört Schwitzen. Denn Schweißflecken und Körpergeruch sind niemals sexy. Was also tun? Natürlich zum Deo greifen. Aber zu welchem? Die Produktauswahl ist genauso groß wie die Verwirrung darüber, ob nun Aluminium – eine Art Superwirkstoff gegen Schweiß – krebserregend ist oder nicht.

Aluminium ist deswegen in so vielen Deos enthalten, weil es die Schweißporen verstopft und somit Geruch und Nässe gar nicht erst im Übermaß entstehen können. Das ist prima für alle, die beim Meeting mit dem Chef oder dem Date mit dem Traummann nicht zerfließen wollen, doch der Verdacht, dass Aluminiumsalze gesundheitsschädigend sind, hält sich hartnäckig. So wurde in Gewebeproben aus Tumoren eine erhöhte Konzentration von Aluminium nachgewiesen. Studien zufolge ist insbesondere der Deogebrauch in jungen Jahren kritisch: Wer als Teenager mehrmals täglich Deodorants mit Aluminium benutzt, hat nachweislich ein höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Vor allem das Auftragen nach einer Rasur der Achselhaare ist gefährlich, denn durch kleine Verletzungen gelangt das Aluminium leichter unter die Haut.

Wie Deos gegen Schwitzen helfen

Wenngleich die Kontroverse über Aluminiumdeos anhält, gilt: Im Zweifel lieber Hände weg davon. (Aluminium wird sogar die Begünstigung von Alzheimer nachgesagt) Denn es gibt nicht nur günstige Deosprays ohne Aluminium im Drogeriemarkt (zum Beispiel Rexona Deospray Active Shield ohne Auminium), sondern auch nennenswerte Alternativen, die voll und ganz im Sinne von clean beauty sind: Natürliche Inhaltsstoffe wie Zitronenöl, ätherische Öle, Kokosöl, Sheabutter wirken antibakteriell, nicht einmal Konservierungsstoffe sind nötig. (Zum Beispiel Deocremes von Poyhütchen und Wolkenseifen, Deosprays von Weleda oder Deosticks von Schmidt’s). Wer öfter nachlegen muss (im Vergleich zu herkömmlichen Deos kann das nach vier bis sechs Stunden passieren), hat keinerlei negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu fürchten.

Wenn kein Deo mehr ausreicht

miraDry Behandlung

Foto: Miramarlabs

Allerdings gibt es nicht wenige, die unter übermäßigem Schwitzen ernsthaft leiden. Allein in Deutschland sind das mehr als 1,5 Millionen Menschen. Wer von der sogenannten Hyperhidrose betroffen ist, dessen Lebensqualität ist oft immens eingeschränkt. Wenn die Angst vor Schweißflecken das Leben bestimmt, ist der Bedarf an einer effektiven und langfristigen Lösung groß. miraDry verspricht das Problem zu lösen. “Dabei handelt es sich um ein System, das durch gezielte Energieabgabe die für Schweiß verantwortlichen Drüsen zerstört”, erklärt der Dermatologe Dr. Darius Alamouti, der das Gerät in seiner Praxis mit großem Erfolg einsetzt. Danach soll endgültig Schluss mit dem Schwitzen sein. “Für die Betroffenen ist das ein großer Segen.Bisher wurde das Problem der Hyperhidrose vor allem mit Botoxinjektionen behandelt”, so Alamouti. “Die mussten allerdings alle sechs Monate wiederholt werden – mit etwa 500 Euro pro Sitzung kosten- und zeitaufwendig.”

Bei der nicht operativen und dauerhaften Alternative wird zunächst die Achselhöhle betäubt. Das aufgesetzte Gerät zieht dann Haut und Drüsen näher an die Oberfläche, damit die abgegebene elektromagnetische Energie die Drüsen zerstören. Nach der etwa einstündigen Behandlung soll die entsprechende Stelle gekühlt werden, das Ergebnis indes tritt sofort ein und es hält an: Denn einmal zerstört, sind die Schweißdrüsen weg – für immer. miraDry ist die einzige Thermolyse-Methode, die eine FDA Zulassung hat. Die Kosten liegen bei circa 1800 Euro. Nebenwirkungen: Vorübergehende Rötungen, blaue Flecken, oder Druckempfindlichkeit. Es gibt in der Regel keine Ausfallzeiten.

Text: Dr. Daniela Otto

Aufmacherfoto: Shutterstock.com

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