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Hier geht die Post ab – Wellness in den Tiroler Alpen

Wellness in Tirol: Im Posthotel Achenkirch wurden schon Steinöl-Massagen und Gesichtsbehandlungen nach Gertraud Gruber angeboten, da gab es die Bezeichnung Wellness im deutschsprachigen Raum noch gar nicht. Im September feiert das Hotel 100. Geburtstag – obwohl es eigentlich schon viel älter und gleichzeitig auch jünger ist. Im Jubiläumsjahr lockt die ehemalige Poststelle in den Tiroler Alpen mit spannenden Neuerungen…

Stillstand Fehlanzeige! Wo seit Jahrzehnten so intensiv geölt, gecremt und sich runderneuert wird, da ist kein Platz für verstaubte Konzepte. Seit der Übernahme der Poststelle von Familie Reiter im Jahr 1918 wurde hier immer wieder aufwändigst und zum Teil revolutionär an- und umgebaut. Aus dem „Gasthaus zur Post“ wurde in der zweiten Generation  das „Hotel Post“. In der dritten Generation läuteten Karin und Karl Reiter eine neue Ära ein: Das beliebte Gästehaus mauserte sich ab 1975 zum Luxus-Resort Posthotel Achenkirch zu einem der ersten Hotels mit Wellness in Tirol.

Das visionäre Hotelier-Paar setzte zukunftsweisend auf das ganzheitliche Wohlbefinden der Gäste. Das Zauberwort „Wellness“ erhielt Einzug. Dieses Kofferwort, zusammengesetzt aus den englischen Begriffen „well-being, fitness und happiness“, kreierten der amerikanische Arzt Kenneth H. Cooper und der Sozialmediziner Halbert Dunn. Damit sollten Wohlbefinden, Spaß und eine gute  körperliche Verfassung unter einen Hut gebracht werden. Dieses Konzept fand unter dem Dach vom Posthotel im deutschsprachigen Raum ein erstes Zuhause und setzt seitdem immer neue Meilensteine.

Die Zahl der Stammkunden spricht für sich. Wer einmal da war, kommt immer gerne wieder und erfreut sich seit 1982 an dem inzwischen auf 7.000 Quadratmeter angewachsenen, ebenso verwinkelten wie wohlriechenden Spa-Bereich. Es gibt so viele wunderbare Fleckchen und Ecken, dass ich gar nicht anfange aufzuzählen, wo ich meine Seele am liebsten baumeln lasse. Aber für das Aqua-Fit-Programm stehe ich gerne vor dem Frühstück ein bisschen früher auf – dann schmecken das Müsli und der Milchkaffee noch mal so gut.

Das neue „Tenzo“: TCM-Küche meets Tirol

Mit der Jahrtausendwende ist mit Karl C. Reiter die vierte Generation im Posthotel angekommen. Er knüpfte an die Erfolge seiner Eltern und Großeltern an. Kein anderes 5-Sterne-Hotel im Alpenraum sammelt mehr Auszeichnungen. Das Wohlbefinden der Gäste stand und steht spürbar im Fokus. So entschied sich der junge Familienvater 2011 ganz bewusst dafür, den Hotelkindergarten wieder einzustellen und das Haus als reines „Erwachsenen-Hotel“ weiterzuführen.

Wellness in Tirol

Tobende und lärmende Kinder müssen draußen bleiben. Reiter: „Hier sollen sich die Gäste einfach erholen. Und wer gerne mit Kindern Urlaub machen möchte, findet in Österreich sicher viele andere, sehr gute Adressen.“ Im Posthotel soll man Romantik und Zweisamkeit genießen können. Und sich dabei auch kulinarisch verwöhnen lassen. Gerade fertig geworden sind im Jubiläumsjahr das exklusive TCM-á-la-carte Restaurant „Tenzo“, ein entspanntes Bistro, in dem sich mittags auch gechillt im Bademantel jausen lässt.

Im neu aufgebauten Stammhaus gibt es darüber hinaus neun mega-edle Signature Suiten sowie ein neues Fitness-Studio mit Outdoor-Elementen, verschiedene Kreativ- und Ruheräume plus zwei moderne Tagungs- oder Schulungsräume. Hier findet sicher jeder sein Pläsier und kann sich im Gym sportlich austoben, zum Reiten, Tennis oder Golfen verabreden oder einfach verwöhnen lassen. Seit kurzem abends auch auf Wunsch im „Tenzo“ nach den Gesichtspunkten der Traditionellen Chinesischen Medizin anhand regionaler und saisonaler Produkte. Quasi TCM meets Tirol – lecker!

Mein Credo: Nirgendwo komme ich soooo gut und schnell runter! Und zum Schluss ein Blick hinter die legendäre Holztür in der Postgasse, hinter der man entdeckt, was im Posthotel das wichtigste ist. Auch, wenn ich es längst weiß, schaue ich jedes Mal wieder nach. Mehr werde ich hier aber nicht verraten… Als Souvenir muss natürlich zum Schluss das Duschgel mit dem typischen „Posthotel“-Duft mit. Dann lässt sich die „Auszeit“ als „Hauszeit“ verlängern…

Text: Bettina Sewald

Fotos: Hotel, Christian Sewald

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