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Körperpuder – der zarte Alleskönner

Gesichtspuder gehört zur Grundausstattung jeder Frau, so wie Sahne aufs Erdbeertörtchen. Ein Makeup ohne ein mattierendes Finish? Undenkbar! Für einige Frauen – wie mich – ist aber auch Beautyleben ohne Körperpuder denkbar, aber nicht erstrebenswert. Ich kann und will nicht ohne. Es ist ein wunderbares Schönheits- und Anti-Aging-Ritual, das einem ein Gefühl von Luxus schenkt.

Meine Freundin war entsetzt, als ich ihr von meinem täglichen Puder-Rausch erzählt habe: “Aber Puder trocknet die Haut doch aus?!!” Nein. Er legt sich wie hauchdünne Seide auf die Haut und schützt sie vorm Austrocknen. Und jeder weiß: trockene Haut = Falten, spröde, schuppige Stellen. Körperpuder ist als Anti-Aging-Produkt viel zu lange in Vergessenheit geraten.

Körperpuder bringt Hollywood-Glamour

Ich wiederhole jetzt nicht das komplette Gespräch mit meiner Freundin, auch weil sie mich viel zu oft unterbrochen hat, anstatt mir zuzuhören. Jetzt kann mich keiner unterbrechen und deshalb kann ich ausführlich und in Ruhe erzählen. Also: Ich liebe Körperpuder, weil sich die Haut dann streichelweich anfühlt, sie vorm Austrocknen geschützt wird, Schweiß, Talg und Geruch absorbiert werden und er im Sommer angenehm kühlt. Im Sommer wie im Winter freuen sich auch die Füße über eine Puder-Behandlung – man schwitzt nicht, es entstehen keine unangenehmen Gerüche und Puder in den Zehenzwischenräumen verhindert, dass Zehen und Schuh sich aneinander reiben und so Blasen entstehen.

Meine Kosmetikerin empfiehlt ihren Kundinnen, die unter Pickelchen am Dekolletée, Rücken oder an den Oberarmen leiden, Körperpuder zu benutzen. Weil die Pustelchen heilen und die Haut sich beruhigen kann. Frauen mit großem Busen rät sie, Die Stellen zwischen und unter den Brüsten zu pudern – so bleiben die Bereiche trocken und es können keine schmerzhaften Rötungen entstehen. Beim Thema “Haut beruhigen und heilen” sollte ich noch erwähnen: Wenn sich an den Beinen nach der Rasur rote Stellen oder Pustelchen zeigen – was ja durchaus vorkommt: bitte pudern. Und alles wird gleich wieder gut.

Zarter Alleskönner

Für mich ist Körperpuder untrennbar mit dem Hollywood-Glamour der 40er- und 50er-Jahre verbunden, mit Stars wie Ava Gardner, Rita Hayworth, Lana Turner und Yvonne de Carlo. Ich sehe die verschwenderisch eingerichteten Boudoirs vor mir, mit Schminktischen, die umgeben von verschnörkelten Spiegeln sind. Auf den Tischen drängten sich Tiegelchen und Töpfchen, Pinsel jeder Größe und Farbe, Parfum-Flakons und glamouröse Puderdosen, neben die Puffs lagen – mit einer rosa Satinschleife, in die man seine Finger steckte, um den Puder üppig auf die Haut zu stäuben.

Okay, ich befinde mich nicht in einem Boudoir, sondern in unserem Badezimmer. Ich sitze nicht auf einem niedlichen, rot gepolsterten Stuhl, sondern auf dem Rand der Badewanne – aber dadurch wird das luxuriöse Körperpuder-Ritual nicht beeinträchtigt. Ich sitze praktisch in einer duftenden Puder-Wolke. Und wenn die Sonne ins Badezimmer scheint und der feine Staub durch die Sonnenstrahlen tanzt – das ist Luxus und Glück pur. Wie jedes Glück kommt auch dieses nicht so mir nichts, dir nichts, reingeschneit: Nach dem Baden und Duschen sollte die Bodylotion schon gut einziehen, bevor sie ihr feines Finish bekommt. Ich putze in der Zwischenzeit immer die Zähne.

 

Wer sich auch ein bisschen wie eine Hollywood-Diva fühlen will, dem empfehle ich:

 

         

“Le Parfumeur Noir” 

Körperpuder mit Ylang Ylang, Pflaume, Rose und Vanille (100 g 22 Euro)

Capri Forget me not”       

mit Vanille, Feige, Minze von Carthusia  (100 g, 25 Euro)

“Seidenpuder”     

mit Salbei, Enzian und Eichenrinde von Dr. Hauschka (50g, 19,50 Euro)

“White Linen”

mit Bulgarischer Rose, Iris-Extrakt und Veilchen von Estée Lauder (100g, 50 Euro)

(von links nach rechts)

 

Text: Conny Eyssen

Foto: Unsplash.com/Jamie Street

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