Seren richtig anwenden!

In vielen Badezimmern ist die Routine völlig überlastet. Erst kommt ein Feuchtigkeitsserum, dann etwas Vitamin C und am Abend vielleicht noch ein weiteres Wirkstoffprodukt. Schnell wird die Skincare-Anwendung länger als die Einkaufsliste fürs Wochenende, doch die Haut profitiert davon nicht. Sie braucht nicht möglichst viele Produkte, sondern sinnvolle Pflege, die zum Hauttypen passt

Serum nach der Gesichtsreinigung

Normalerweise nutzt du das Serum nach der Reinigung und vor der reichhaltigeren Pflege. Da die Textur leicht ist, kannst du es als zusätzlichen Pflegeschritt integrieren. Achte auf jeden Fall darauf, dass das Serum für Gesicht und Dekolleté geeignet ist, denn dort ist die Haut sensibel und braucht besonders gute Pflege. Danach darf die Gesichtscreme folgen, morgens solltest du außerdem Sonnenschutz in deine Routine packen.

Achte auf die Reaktion deiner Haut. Wird sie trocken? Spannt sie? Oder wirkt sie empfindlich? Dann solltest du deine Routine überdenken und möglichst einfach halten.

Mehre Seren sind nicht automatisch besser

Wenn du in sozialen Medien schaust, sehen Hautpflegeroutinen oft aus wie ein kleines Kosmetiklabor. Verschiedene Fläschchen stehen nebeneinander und mehrere Produkte kommen direkt nacheinander zum Einsatz. Für die Haut sind möglichst viele Produkte aber kein Qualitätsmerkmal.

Bei hoch konzentrierten Wirkstoffen kann eine umfangreiche Routine schnell unübersichtlich werden. Wenn deine Haut plötzlich empfindlich reagiert, kannst du kaum nachvollziehen, welches Produkt hierfür die Ursache war.

Beziehe neue Produkte daher am besten einzeln in die Routine mit ein. So kannst du besser beobachten, wie die Haut reagiert.

Viel hilft nicht viel

Ein Serum muss nicht großzügig über das gesamte Gesicht verteilt werden. Bei vielen Produkten reicht bereits eine kleine Menge aus, um Gesicht und gegebenenfalls Hals dünn zu benetzen. Maßgeblich bleiben dabei die Anwendungshinweise des jeweiligen Herstellers.

Wenn du Fläschchen mit Pipette nutzt, achte darauf, dass die Spitze deine Haut nicht berührt. Du gibst das Produkt stattdessen auf die sauberen Fingerspitzen und verteilst es anschließend vorsichtig.

Zwischen den einzelnen Pflegeschritten sind normalerweise keine langen Pausen erforderlich. Sobald sich das Produkt gut verteilt hat und die Haut nicht mehr sehr feucht ist, kann die nächste Pflegestufe folgen.

Häufiger Produktwechse macht Hautpflege komplizierter

Heute dieses Serum, nächste Woche ein neues und anschließend noch ein weiterer Wirkstoff aus einem aktuellen Beauty-Trend. Wer seine Routine ständig verändert, kann nur schwer beurteilen, welchen Effekt ein einzelnes Produkt tatsächlich hat.

Auch mögliche Unverträglichkeiten lassen sich schlechter zuordnen. Bei deutlichen Rötungen, Brennen oder anhaltenden Irritationen sollte ein neues Produkt deshalb zunächst nicht weiterverwendet werden. Bei stärkeren oder länger bestehenden Hautproblemen ist dermatologischer Rat sinnvoll.

Ein gutes Serun muss die Routine nicht komplizierter machen

Noch was neues fürs Gesicht? Ja, Seren können deine tägliche Pflege um einen weiteren Schritt ergänzen, doch das muss nicht zwingend aufwendiger werden. Du reinigst dein Gesicht ohnehin, danach folgt das passend ausgewählte Serum, eine gute Pflege und tagsüber Sonnenschutz. Wenn du neue Produkte Stück für Stück einführst, gibst du deiner Haut genug Zeit sich an die Pflege zu gewöhnen. Reagiert sie nicht übersensibel, wird das Serum auch nicht zum nächsten Badezimmer-Hüter, sondern zu einem echt genutzten Produkt.

Foto: Unsplash

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